Der Unterschied zwischen Werbe- und Imagefilmen

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Das Wort Imagefilm ist momentan, vor allem wenn wir uns im B2B, also Business-to-Business bewegen, in aller Munde. Doch was ist ein Imagefilm eigentlich? Und was unterscheidet ihn von einem Werbefilm oder einem Werbespot, der auf den ersten Blick so uninteressant geworden zu sein scheint? In diesem Blogeintrag wollen wir uns mit Vorurteilen, Missverständnissen und den echten Unterschieden auseinandersetzen.

Viele Unternehmer, gerade solche, die selber nicht aus der Film- und Videobranche kommen, verstehen unter dem Begriff Imagefilm quasi alles, was dem Unternehmen Marketing mit filmischer Unterstützung ermöglicht. Das Wort wird also häufig als Sammelbegriff für Videomarketing verwendet. Doch kann man das wirklich so sagen?

Es ist zwar richtig, dass der Imagefilm eine werbende Absicht hat, jedoch unterscheiden ihn vor allem Länge und Intention vom klassischen Werbefilm oder -spot. Es geht nicht um die Bewerbung eines bestimmten Produktes oder einer bestimmten Dienstleistung, welche durch Verkauf direkt Geld in die Kasse spülen sollen, sondern vielmehr um ein Portrait desjenigen, der seine Produkte oder Dienstleistungen anbietet.

Der Imagefilm möchte also ein positives Licht auf das Unternehmen werfen, während Sales, die das zentrale Ziel von Werbefilmen und -spots sind, scheinbar in den Hintergrund rücken. Der Zuschauer soll eine emotionale Bindung zum Unternehmen und nicht zu den angebotenen Waren und Dienstleistungen entwickeln. Das funktioniert natürlich nur, wenn das Bild, das von dem Unternehmen vermittelt werden soll, die Corporate Identity, in sich stimmig ist. Hier ist bei der Produktion also eine besonders enge Zusammenarbeit zwischen Filmemacher und Marketingabteilung des Unternehmens notwendig.

Hierbei muss natürlich nach Zielgruppe unterschieden werden. Soll der Film dem Endkunden gezeigt werden? Einem Lieferanten? Einer externen Prüfstelle? Oder soll der Film einem Vertriebler als Werkzeug zur Geschäftskundenakquise dienen? Im letzten Fall können auch Imagefilme über einzelne Produkte Anwendung finden. Im Unterschied zu einem Werbefilm oder -spot wird das Produkt allerdings nicht angepriesen, sondern der Entwicklungsprozess eines Produkts für (potentielle) Kunden und zur firmeninternen Verwendung dokumentiert. Natürlich wird auch hier darauf geachtet, auch imagebildende Elemente mit einfließen zu lassen, die auf die Corporate Identity des Unternehmens abgestimmt sind.

Besonders interessant am Genre Imagefilm ist die Ähnlichkeit zu journalistischen Filmbeiträgen und Dokumentarfilmen. Interviews mit Mitarbeitern, die Dokumentation von Fertigungsprozessen, sowie Führungen durch die Betriebsstätten sind Mittel, die in der klassischen Werbung keinen Platz haben. Allerdings sind genau diese Mittel extrem wichtig für den Imagefilm. Je nachdem, wer die Zielgruppe des Films ist, soll der Zuschauer möglicherweise ein Gefühl für die Abläufe innerhalb des Betriebs bekommen.

Jedoch ist ein Imagefilm keine Dokumentation. Redaktionell erstellte Drehbücher geben Imagefilmen die Wirkung, die sie haben soll. Jedoch wirkt ein Imagefilm dadurch, dass er sich filmischen Mitteln der Dokumentation bedient, oft ehrlicher und authentischer als ein Werbefilm oder -spot.

Der Werbefilm bzw. -spot hat allerdings auch seine Berechtigung. Für ein Unternehmen, dass kurzfristig seine Absätze erhöhen, ein neues Produkt einführen oder seine Kundenzielgruppe erweitern möchte ist er oft sogar die bessere Variante.

Er ziehlt darauf ab, dem Konsumenten etwas schmackhaft zu machen und ihn letztendlich zum Kauf zu bewegen.

Außerdem ist er kürzer und damit einfacher zu platzieren. Während der Imagefilm mit bis zu 10 Minuten Länge nicht “mal eben” im social web, während beispielsweise der Mittagspause, konsumiert werden kann, egal wie interessant oder gut gemacht er auch sein mag, bietet ein Werbespot diese Möglichkeit. Ein solcher Spot hat maximal 90 Sekunden und ist dadurch sogar Facebook-fähig. Wenn er dazu noch gut und kurzweilig produziert ist, er sozusagen “Spaß” macht, eignet er sich mindestens genausogut für Marketing wie der klotzige Imagefilm. Mit dem kleinen Unterschied, dass der Marketingansatz ein anderer ist.

Etwas länger als der Werbespot, allerdings mit der gleichen Intention ist der Werbefilm. Er hat zusätzlich zu den genannten Kriterien des Werbespots häufig noch eine Geschichte zu erzälen, die den Endkunden abholen soll.

Wir von Alchemy Productions hoffen, mit diesem Artikel ein paar Vorurteilen und Missverständnisse auflösen zu können. Schreiben Sie uns gerne, was Sie interessiert und wir werden versuchen, diese Themen in unseren Blogeinträgen aufzugreifen.

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